21.06.2026 12:16

Sommersonnwende

Mit dem höchsten Sonnenstand sind wir bei der Sommersonnwende angekommen. Diese lichtvollen Tage laden uns ein, das Leben leichter zu nehmen, zu spielen und zu geniessen... 

Meine Liebe zu Gewässern zieht mich immer mal wieder an neue Ufer und so war ich letzte Woche am Bodensee. Ein langer, natürlicher Strand lockte mich. Schliesslich habe ich meine Klangschalen in den Rucksack gepackt und intuitiv für den See und seine Bewohner gespielt. 

Dabei habe ich entdeckt, dass die Schalen und das Wasser sich bestens verstehen: Wie goldene Schiffchen habe ich sie im See schaukeln lassen und staunend beobachtet, dass die Klänge mandala-artige Bilder auf die Wasseroberfläche zaubern : ) 


Die Sonnwende markiert auch die Jahresmitte und ist daher ein guter Moment um inne zu halten und sich ein paar Fragen zu stellen. Ein paar Beispiele:

-Was haben die vergangenen Monate in mein Leben gebracht?

-Welche Herausforderungen gab es und wie bin ich damit umgegangen?

-Wo erlebe ich Fülle und fühle Dankbarkeit?


Klänge sind eine schöne Möglichkeit um ganz bei sich selber anzukommen. Sie helfen dabei inneren Frieden und Klarheit zu finden. Damit wird es leichter zu erkennen, was für das kommende halbe Jahr wichtig ist. 


01.04.2026 12:31

Heilsame Bewegung für mehr Leichtigkeit

Die heilige Sophie bläst mir ihren kalten Atem um die Ohren. Auf dem Rücken liegend spüre ich die holzig-weichen etwas feuchten Planken, 
währenddem ich abwechselnd mein linkes und mein rechtes Bein in die Luft hebe. 

Mein Körper braucht ein leichtes Training und die Natur ist mir dafür mein liebstes Fitnesscenter. Das Programm stelle ich mir selber zusammen: Es sind Vitaparcour Übungen angereichert mit intuitivem Qi Gong : )

Das Thema Sport löst bei vielen Menschen gemischte Gefühle aus. Da gibt es zum Beispiel grossen Widerwillen und auch Verpflichtungsgefühle. Es gibt die Verunsicherung und auch die Scham und natürlich den Ehrgeiz.

[In der Blog-Übersicht wird hier ein Weiterlesen-Link angezeigt]



In meiner Kindheit wurde ich stark motiviert und auch angefeuert mich zu bewegen. Diese Prägung verfolgte mich viele Jahre. Lange Zeit wunderte ich mich über die inneren Zustände, die ich bei körperlichen Aktivitäten wie Tanzen, Wandern und beim Ausdauersport erlebte: Von extremen Hochgefühlen rutschte ich meistens ab in eine abgrundtiefe Erschöpfung. 

Erst spät habe ich erkannt, wie sehr mich sportliche Betätigung in den "Überlebensmodus" treibt. Mein Körper fühlt sich herausgefordert und reagiert kämpferisch: Aus dem harmlosen Freizeit Vergnügen wird für ihn Ernst. Diesen Kampf konnte ich nie gewinnen. Nach der Phase mit dem intensiven inneren Ansporn war ich regelmässig mehrere Tage lang ausgepowert. Ich war nicht in der Lage, wohl dosierte Bewegung zu erleben. 

Das gegenteilige Muster ist bei jenen Menschen aktiv, die schon beim blossen Gedanken an Sport erstarren. Diese Reaktion lässt nur sehr wenig Bewegung zu. Tief innen im Körper schlummern alte, abgebrochene Erfahrungen, an die man sich meistens nicht mehr bewusst erinnern kann.

Egal welches Muster uns im Wege steht: Es ist in jedem Alter noch möglich,  in ein Wohlgefühl im Zusammenhang mit Bewegung und Körper zu finden.

Wenn du dich oft angetrieben fühlst und einfach nicht gut herunter fahren kannst oder wenn du oft gar nicht ins Tun kommst, einfach nicht beginnen kannst, was du beginnen möchtest, dann lohnt es sich mit heilsamen Bewegungen die Spur aufzunehmen. Denn es kostet Kraft, rund um innere Einschränkungen herum zu leben. Es macht mit den Jahren verzerrt, einseitig belastet oder geschwächt und erschöpft. 

Über das achtsame Hineinlauschen in den eigenen Körper, 
können blockierte Anteile aufgespürt werden. 
Mit Hilfe von Mikro-Bewegungen und Yin-Dehnungen 
wird Erstarrtes geschmolzen. 
Angetriebenes, Aufgeputschtes wird erlöst und beruhigt. 
​Auf diese Weise findet das Nervensystem Schritt für Schritt 
​in eine natürliche Balance. 

Die Arbeit mit heilsamen Bewegungen ist ein behutsamer Weg, der uns zurück in mehr Leichtigkeit mit unserem Körper führt. Wenn dich das Thema interessiert, melde dich für weitere Fragen oder einen Termin.


01.03.2026 12:20

Wie eine wilde Hummel

Das Sonnenlicht macht was mit dem Hormonsystem: Die geballte Frühlingskraft überflutet mich alljährlich mit vielen neuen Ideen. 
Die Lust zu Gestalten, Renovieren, und - ja auch Putzen - scheint fast unendlich. Kennst du das auch? 

In jüngeren Jahren war ich in diesen Märzwochen oft unterwegs wie eine wilde Hummel, 
die sich nicht entscheiden kann, welche Blume sie zuerst anfliegen soll. 
Es war für mich schwierig, meine vielen Ideen in eine gute Planung zu packen. Ich wollte am liebsten alles gleichzeitig beginnen.

[In der Blog-Übersicht wird hier ein Weiterlesen-Link angezeigt]


Dieser "Hummelmodus" war für mein Körpersystem sehr anstrengend. 
Ich war oft erschöpft und litt auch stark unter einer Pollenallergie.
Erst als mir das dahinter liegende Kindheitsmuster bewusst wurde, 
konnte ich beginnen, mein Nervensystem langsam zu regulieren.

 
Heute bin ich in der Lage die verschiedenen Phasen eines Projektes wahrzunehmen und sie bewusst anzugehen. Und ich gönne meinem inneren Hummelchen genügend Pausen.


12.02.2026 11:43

Feinfühlig mit dem Feuerpferd unterwegs

Trommelnde Hufe wirbeln durch die Landschaft. Im goldenen Licht der Sonne galoppiert eine Herde von Pferden mit wehenden Mähnen... 

Kannst du die Kraft und Wildheit fühlen?! Am 17. Februar beginnt das Jahr des „Feuerpferdes“, nach dem chinesischen Kalender.

Das Jahr der „Holzschlange“, mit Qualitäten der Wandlung und des Sich-Häutens, endet. Nun drängt die Pferdekraft vorwärts: Freiheitsdrang, Impulsivität, schnelle Entscheidungen, Kreativität und Mut sind Stichworte, die dem Feuerpferd zugeordnet werden. Vielleicht fragst du dich, wie sich die ungezügelte, feurige Kraft dieses Vollblut-Pferdes auf dein Jahr auswirken wird? 

[In der Blog-Übersicht wird hier ein Weiterlesen-Link angezeigt]


​Das Element Feuer kann für feinspürige Menschen manchmal herausfordernd sein. Da ich mich selber dazu zähle, möchte ich die Jahresprognose ein wenig umformulieren, denn man kann die Geschichte auch anders erzählen:

„Das 2026 bringt viel positive Herzenskraft (=Feuer) für eigene Projekte und Vorhaben - die vielleicht schon lange auf der eigenen Wunschliste warteten."

Auf diese Weise betrachtet, freue ich mich auf die Zeit mit dem Feuer-Pferd. Ich werde mit dem sensiblen Geschöpf achtsam umgehen, auch neue, kreative Wege einschlagen. Und natürlich ab und zu auf grünen Weiden verweilen und geniessen : ) Ganz besonders träume ich von jenen magischen Momenten, wo mich das Herzens-Pferd im geflügelten Galopp weit in meine Lebenslandschaft trägt! 

Wie heisst es doch so schön: „Das höchste Glück auf Erden liegt auf dem Rücken der Pferde."

In diesem Sinne wünsche ich dir einen frohen Ritt im 2026! Herzlich, Pascale


12.01.2026 11:39

Die Not-To-Do Liste

Der Schnee knarrt so schön unter meinen festen Winterstiefeln. Die weichen Hundepfoten neben mir hinterlassen nur ein leises Knistern im Wald. Es ist wundersam still. Ein paar Vögel unterhalten sich unter den schnee-beladenen Ästen einer Tanne. Die winterliche Sonne wirft eine milde Lichtspur zwischen die Stämme. Als ob sie niemanden vorzeitig aufwecken wollte. 

In dieser tiefen Ruhe wird mir bewusst, wie wichtig für mich die Not-To-Do-Liste ist. Der Jahresanfang lädt oft dazu ein, neue Wünsche und Ziele zu formulieren. Manchmal ist es gut, das Gegenteil zu machen: Die Not-To-Do-Liste. 

[In der Blog-Übersicht wird hier ein Weiterlesen-Link angezeigt]

Die To-Do-Liste fragt: Was soll ich tun?

Die Not-To-Do-Liste fragt stattdessen: Was entspricht nicht mehr meinen Standards? 

Sie kann uns freier und leichter machen. Mehr Klarheit und Stimmigkeit in den Alltag bringen. Sie setzt heilsame Grenzen. Hier ein paar Beispiele für Not-To-Do's:

 
- Nicht mehr über die eigenen Grenzen hinausgehen

- Nicht alles gleichzeitig wollen

- Nicht mehr alles offen halten

 
Fragen die, besonders für feinfühlige Menschen, hilfreich sein können:

- Wie klar möchte ich leben?

- Wie einfach darf mein Alltag sein?

- Wie wichtig ist mir meine Gesundheit wirklich?

 Vielleicht beginnt das Neue Jahr nicht mit einem neuen Thema, sondern mit dem Mut eines wegzulassen... 

In diesem Sinne wünsche ich dir einen gemütlichen Einstieg in ein gesundes und frohes Neues Jahr.

Herzlich Pascale


08.04.2021

Der Frühlingsschnee und das erfrorene Herz


Beim Aufstehen zeigt sich nun schon seit zwei Tagen wieder dasselbe Bild vor dem Fenster: Eine dicke weisse Decke. Beinahe hätte ich den Vorhang der Balkontüre wieder zugezogen, wäre da nicht mein Hund. Er möchte eben genau diese Türe möglichst sofort offen haben…

Im Garten ist es beinahe unheimlich still, alle Vögel sind stumm. Man könnte meinen, es ist Januar -  wären da nicht diese verdächtigen Farbtupfer, die unter dem Weiss hervorblitzen… Nein, es ist Anfang April!

Noch letzte Woche schien mir die warme Frühlingssonne ins Gesicht, ich habe alle Wintermäntel rausgehängt zum Lüften und dann in den alten Koffer gepackt… für die wohlverdiente Sommerruhe. 

[In der Blog-Übersicht wird hier ein Weiterlesen-Link angezeigt]

Ich fühle, wie auch ich, innerlich verstumme. Das frohe Vibrieren ist einfach weg. Missmutig hole ich meine Winterstiefel aus dem Keller, hieve den Koffer mit den Wintermänteln vom Schrank. Als Hundehalterin gilt es, sich gut einzupacken, denn ich bin jeweils schon für einige Zeit unterwegs… Frieren geht für mich gar nicht. 

Die Gegend ist menschenleer. Als ob wir irgendwo in Sibirien wohnen würden! Wo sind sie alle?! 

Wir gehen durch das Quartier bis zu unserem kleinen Wald.

Ich fühle mich schwer und kalt. Mein Mantel wärmt mich zwar schon, doch es gibt etwas in mir, das ist wie… erfroren.

Ich denke traurig darüber nach, wie mies ich mich fühle…  Da hüpft ein kleines Rotkehlchen über meinen Weg.

Sein orange-rot leuchtendes Brüstchen hebt sich deutlich vom Weiss ab. Es schaut mich an, als ob es zu mir sprechen möchte…

Das Herz unserer Erde ist warm! Es ist für uns alle da, verbinde dich mit ihm!

In diesem Moment fühle ich einen Kloss im Hals, eine Emotion, die unmittelbar aufsteigt, aus meiner Mitte. Ich nehme wahr, wie sich in meiner Brust eine warme Kraft bewegt. Mein Herz taut auf… eine Träne löst sich aus meinem Augenwinkel. Ich fühle Wärme und Dankbarkeit und ich lächle dem Vögelchen zu. 

Du hast ja so recht, das Herz unserer Erde ist warm. Es schenkt uns allen Geborgenheit und Kraft für unser Leben!

Das Rotkehlchen fliegt weg und ich gehe mit meinem Hund weiter durch den verschneiten Wald. Meine Schritte sind nun leicht und froh, mein Herz ist warm: Ich kann die Liebe wieder fühlen und gehe voller Zuversicht meinen Weg.



28.03.2019 20:19

Leise Stimme aus dem Tierreich



Gestern im Dunkeln bin ich mit meinem Hund noch am Bach entlang spaziert, da war plötzlich dieses feine Leuchten auf dem Weg vor uns: Still zusammen gekauert sass da eine kleine runde Kröte. Der erste Frühlingsregen hat sie wohl aus der Winterstarre aufgeweckt. Und nun ist sie in ihrem langsamen Tempo unterwegs Richtung Wasser. 

Gut getarnt mit der braun-grün schimmernden Haut wird sie auf dem fast gleichfarbenen Boden nicht sofort entdeckt. Es gibt Menschen, die sich vor diesen etwas unförmigen Wesen ekeln. Wer es wagt einer Kröte in die Augen zu sehen, wird mit einem wunderschön gold-farbenen Blick belohnt.

[In der Blog-Übersicht wird hier ein Weiterlesen-Link angezeigt]

[In der Blog-Übersicht wird hier ein Weiterlesen-Link angezeigt]

Nachts vernehme ich manchmal ihr feines Flöten, denn mein Schlafzimmer liegt auf der Bach-Seite. Als ich ihren Ruf zum ersten Mal hörte, wusste ich noch nicht, dass er von einer Kröte stammt. Seit ich das Rätsel gelöst habe, berührt mich ihre Stimme jedes Mal. 

Die Kröte lebt ihr Leben sozusagen auf der Keller-Etage des Planeten. Sie kennt die Erde, schmiegt sich mit ihrem Bauch liebevoll an sie. Ich finde, sie hat etwas sehr Weibliches an sich. Eine stille Kraft, die unscheinbar und oftmals unentdeckt im Dunkeln schlummert. Sie tut mir gut, diese Energie. Wenn ich die kleine Kröte rufen höre, kann ich aufatmen und ruhig werden. Einfach ganz da sein. Wohlig entspannt sich mein Bauch und meine Brust.

Ich glaube, es ist gut für die Menschheit, dass die Kröten da sind. Wir sollten öfters ihrem Ruf lauschen und uns einlassen auf diese stille Kraft.