08.03.2026 20:44

Die Farbe Oliv und die Leichtigkeit des Seins

Beim Aufwachen lässt mich die Melodie der Amsel lächeln. Ich schlüpfe in meinen leichten Wollmantel und als ich vor die Haustüre trete, begrüsst mich das muntere Gezwitscher kleiner gefiederten Freunde. Das olivgrüne Moos beim Holunder leuchtet heute besonders einladend. Es verströmt eine friedliche Energie, man könnte sich schön reinkuscheln, denke ich noch etwas verschlafen.

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Als ich mit meiner Hündin am waldigen Bachtobel ankomme, rauscht der vom Frühlingsregen angeschwollene Bach an uns vorbei. Meine Gedanken werden klarer und ich fühle, wie mich die Kraft und die Klänge des Wassers erfrischen und munterer werden lassen. 

Ich denke wieder an das leuchtende Moos, das mich vorher beim Holunder gerufen hat.

In der Farbtherapie heisst es nämlich,  die Farbe Oliv trage nährende, weibliche Qualitäten. Sie hilft dabei, sich mit bitteren Erfahrungen des Lebens zu versöhnen. Die Farbe möchte Mut machen und Hoffnung auf einen Neubeginn schenken. Die Verbindung von wenig Blau und sehr viel Gelb schenkt neue, entspannte Leichtigkeit und überlässt die Führung dem Herzen. Es sagt einfach: "O-live!" (Oh, lebe!). Olivgrün lässt einen leben wie ein Kind, welches die Welt offen und neugierig, jeden Tag neu entdeckt. 

Während ich am waldigen Bachufer weiterspaziere und darüber sinniere wo ich mir neue Leichtigkeit in mein Leben einladen könnte, höre ich die leise Stimme des Bärlauchs: "Pflück mich, ich schenke dir meine grüne Kraft", flüstert er grosszügig. Das lasse ich mir nicht zweimal sagen! Ich klettere ein paar Schritte tiefer zum Bach runter und hocke mich auf meine Fersen. Während ich die duftenden Blätter sammle, denke ich an die Bären, wie sie jetzt wohl in wilden Wäldern verschlafen aus der Höhle trotten und sich erstmal ein Bärlauch-Sträusschen gönnen - einfach so zum wach und munter werden. 

Am Nachmittag baue ich mit meiner Enkelin im Garten eine kleine Weidenhütte: Für den Zwerg, der jetzt auch nicht mehr in der Stube hocken mag. Wir wählen für die helle Wohnung einen leuchtenden Moosteppich. Ein winziges Windspiel wird zu seiner Klingel an der Haustüre. So kann er hören, wenn Besuch kommt. Während ich im Garten werkle, höre ich, wie es oft an der Zwergenhütte bimmelt. Später erklärt mir das kleine Mädchen, dass es viel Besuch gegeben habe: Auch die Fee war da...

Am Abend sinke ich müde in mein Bett und danke still all den grünen Freunden. Das Olivgrün hat heute seine Kraft wahrlich entfaltet.

Ich wünsche dir ein zauberhaftes Frühlingserwachen und auch ein paar Begegnungen mit der Fee und anderen grünen Freunden! 

Herzlich Pascale 

 

 

  


24.05.2024

Soll ich als hochsensible Person eine Garten-Party schmeissen oder doch lieber nicht?

Was für eine schöne Zeit! Die Tage sind länger geworden und die Natur steht in voller Blüte: Rund ums Haus leuchtet saftiges neues Grün und die Bäume und Büsche duften um die Wette. Mein Kleiderschrank ist neu eingeräumt und beim morgendlichen Anziehen singt mein Herz: Die Sommerkleider hängen da und beschwingt hülle ich meinen Körper in luftige Stoffe. Ich geniesse das angenehme Gefühl auf der Haut.

All diese schönen kleinen Dinge lassen mich aktuell leicht und lebendig fühlen: Ich bin in Hochstimmung. Und bald ist mein Geburtstag! Was liegt da näher, als die Frühlingsfreude mit Freunden zu teilen und ein richtig schönes, grosses Gartenfest anzukündigen?

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Die Herausforderung

Es ist nicht das erste Mal in meinem Leben, dass ich ein Fest organisiere. Mein Mann ist in derselben Juniwoche geboren und wir haben unsere Geburtstage öfters zusammen im Kreis von Familie und Freunden gefeiert. Wir beide sind sehr kontaktfreudig und offen.Was bei mir als Hochsensible manchmal zu besonderen Herausforderungen führt.

Einerseits fühle ich grosse Lust und Freude die Leichtigkeit des Sommers im Kreise von Freunden zu feiern. Und andererseits wird es mir als besonders feinfühliger Mensch schnell zu viel: So eine Party bringt viele Sinnesreize mit sich, sowohl akustisch als auch optisch. Und als Gastgeberin wird von mir erwartet von Anfang bis Ende präsent zu sein… 

Bevor ich darauf eingehe, wie ich die Zwickmühle heute für mich löse, möchte ich ein wenig davon erzählen, wie es in der Vergangenheit manchmal herausgekommen ist.

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Bis die Gäste endlich eintreffen, gibt es viel vorzubereiten: Unzählige Themen schwirren in meinem Kopf herum und ich versuche alle Listen abzuhaken. Natürlich findet die innere Perfektionistin immer noch etwas mehr zu tun. 

Ich erinnere mich an grosse Gartenfeste in meinen jungen Jahren, damals noch in dem alten Haus. Aus heutiger Sicht sehe ich, wie ich zwischen den Gästen herumflatterte wie ein Schmetterling:

Hier eine Person begrüssend, da eine Geschichte anreissend... Fröhlich und emotional kommunizierend und auch leidenschaftlich tanzend...

Viele Stunden später am Abend, war ich dann nur noch die total erschöpfte Familienfrau.

Zwischen nie mehr und ich gebe mir noch eine Chance

Werde ich nun im Juni eine Einladung geben oder nicht?

Was bedeutet den eigentlich ein grosses Gartenfest für mich? Wie viele Personen wären dabei?

Zusammen mit meinem Mann habe ich versucht eine Gästeliste zu machen: Sehr schnell kommen wir auf eine grosse Anzahl Freunde, die nicht nur meine Kapazität, sondern auch diejenige des Gartens übertrifft.

Ich frage mich selber ob das wirklich schön wäre? Ist mit dieser Anzahl Menschen in unserem Garten mein Bedürfnis nach Austausch und geteilter sommerlicher Leichtigkeit erfüllt? 

Ich stelle es mir vor meinem inneren Auge bildlich vor. Und ich erkenne, dass weniger für mich eindeutig mehr ist.


Fazit:

Es ist für mich keine Option, mir meine Freude für Einladungen ganz "abzuschminken". Ich bringe gerne Menschen zusammen und geniesse es, Gemeinschaft zu feiern. Es geht darum, die Anzahl Gäste klein zu halten und bewusst mit der Rolle als hochsensible Gastgeberin umzugehen.

Und so bereite ich mich heute auf ein bevorstehendes Fest bei uns daheim vor (möglichst schon in der Woche davor): 

  • Die mentale Ausrichtung: 
    In der Entspannung visualisiere ich, wie ich mich fühlen möchte in der Rolle als Gastgeberin. Anschliessend an die Energiearbeit schreibe ich passende Affirmationen auf, mit denen ich weiter innerlich arbeiten werde. Zum Beispiel:

    «Ich bin eine aufmerksame und entspannte Gastgeberin»
     
    «Ich geniesse Gemeinschaft und bleibe bei mir» 

    «Die Gäste sind selbständig» 

    «Ich sorge gut für mich selber»

  • Die körperliche Vorbereitung: 
    Ich sorge auch beim Vorbereiten für Pausen.
    Eventuell nehme ich in den Tagen bis zum Fest auch pflanzliche Entspannungsmittel für das Nervensystem.

  • Unterstützung finden:
    Manchmal organisiere ich das Buffet gemeinsam mit den Gästen: Ich bitte alle etwas mitzubringen. 
    Vielleicht kann eine Freundin schon früher kommen und bei den Vorbereitungen mithelfen.

  • Ruhe vor dem Sturm:
    Ich plane mir eine ausgiebige Siesta vor dem Fest ein.

  • Integration:
    Nach dem Fest plane ich genügend Zeit ein um mich auf allen Ebenen zu erholen. Das Sammeln und Integrieren der schönen Momente gehört auch dazu.

Nun hoffe ich, dass ich dir mit diesem Text ein paar hilfreiche Impulse geben konnte. Es würde mich interessieren, wie es dir mit Partys so geht und welche Hilfsmittel du -als feinfühlige Seele- vielleicht für dich schon entdeckt hast. Und ich wünsche dir viele schöne Erlebnisse mit Feiern im Allgemeinen und mit Gartenfesten im Besonderen! 

Herzlich,

Pascale

16.05.2024 15:37

Qi Gong für vielbeschäftigte Frauen

Die Familie braucht dich… du bist teil zeitlich berufstätig… der Haushalt ist nie fertig… Und es gibt daneben noch so vieles mehr zu tun und organisieren. Oh ja, das alles kenne ich sehr gut.

Und genau deswegen war für mich viele Jahre lang meine kleine Qi Gong Übungspraxis meine persönliche Oase, die mir geholfen hat, diese anstrengende Zeit zu bestehen.

Ich glaube es ist eine Zeit gekommen, wo es besonders wichtig ist, dass wir Frauen aufwachen und bewusst werden, wer wir sind. 

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Wenn ich tief hineinfühle, nehme ich wahr, dass wir Frauen zum Beispiel Schöpferinnen einer friedlichen Welt sein können. Einer Welt, wo Fürsorge und Nächstenliebe keine leeren Worte sind. Wo Geduld und Verständnis regieren. Einer Welt, wo der Profit an letzter Stelle steht, wo es um Inhalt und Herzenswärme geht.

Egal welchen Beruf wir ausüben, ob wir das Haus am Morgen verlassen oder zu Hause arbeiten und wirken. Wir sind viel mehr als wir meinen zu sein. Denn jeder unserer Gedanken und Gefühle wirkt auf unsere Umgebung, wirkt auf die Welt.  

Deshalb ist es so wichtig, dass wir uns um uns selber kümmern! Es ist so wichtig, dass wir es nicht zulassen, halbherzig zu leben. Wir dürfen in unsere Kraft kommen und unsere Freude am Sein wiederentdecken und zelebrieren! Wir dürfen gesund und erfüllt sein. Wir dürfen glücklich sein!

Das bedeutet nun nicht, dass du dein Leben im Aussen völlig ändern sollst. Es bedeutet jedoch, dass du dir erlauben darfst, dich um dich, um deinen Körper, um deine Gefühle, um deine Gedanken zu kümmern. Es bedeutet, dass du den Weg deines Herzens, deiner Seele gehen darfst.

Ich freue mich immer so sehr, wenn ich miterleben darf, wie diese Erkenntnis bei einer Klientin ankommt: Wenn sich Erleichterung einstellt. Wenn der Druck abfällt. Wenn das Herz zu lächeln beginnt…

Wenn du möchtest, kannst du heute damit beginnen, dir selber gut zu schauen. Es ist eine kleine Entscheidung mit grosser Wirkung. Du könntest zum Beispiel Qi Gong auszuprobieren. Das ist nichts Kompliziertes, denn Qi Gong kann ganz einfach in den Alltag integriert zu werden. Es genügen 10-20 Minuten tägliches Üben.

  • Die einfachen Bewegungen führen dich in den Moment, ins Jetzt. Du lernst, dich zu entspannen und deinen Körper wahrzunehmen. Deine Energie zu fühlen und sie zum Fliessen zu bringen.

  • Du transformierst deine Emotionen. Du findest deine Mitte und baust hier deine Kraft auf.

  • Du lernst, dir selber mit dem inneren Lächeln Heilung zu schenken.

  • Du erlebst mehr und mehr eine innere Klarheit, die sich auch auf deine Gedanken auswirkt.

  • Du kommst In Kontakt mit der Erde und findest hier eine grosse stabile Mutter, die dich trägt, die dir Halt und Kraft schenkt für all deine Aufgaben im Alltag.

  • Du kommst in Kontakt mit dem Himmel, mit der Lichtquelle und findest mehr und mehr Klarheit, was dein Seelenweg ist.

Mit regelmässigem Üben veränderst du deine innere und deine äussere Haltung.Was es dazu braucht, ist ein wenig Zeit, die du dir selber schenkst. Die Hingabe an eine kleine Übungspraxis wird bald schon dein Herz zum Lächeln bringen. Und dann wird es immer einfacher und ganz natürlich, gut für dich zu sorgen. Deine Energie zu pflegen.


herzlich,

Pascale

08.04.2021

Der Frühlingsschnee und das erfrorene Herz

Beim Aufstehen zeigt sich nun schon seit zwei Tagen wieder dasselbe Bild vor dem Fenster: Eine dicke weisse Decke. Beinahe hätte ich den Vorhang der Balkontüre wieder zugezogen, wäre da nicht mein Hund. Er möchte eben genau diese Türe möglichst sofort offen haben…

Im Garten ist es beinahe unheimlich still, alle Vögel sind stumm. Man könnte meinen, es ist Januar -  wären da nicht diese verdächtigen Farbtupfer, die unter dem Weiss hervorblitzen… Nein, es ist Anfang April!

Noch letzte Woche schien mir die warme Frühlingssonne ins Gesicht, ich habe alle Wintermäntel rausgehängt zum Lüften und dann in den alten Koffer gepackt… für die wohlverdiente Sommerruhe. 

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Ich fühle, wie auch ich, innerlich verstumme. Das frohe Vibrieren ist einfach weg. Missmutig hole ich meine Winterstiefel aus dem Keller, hieve den Koffer mit den Wintermänteln vom Schrank. Als Hundehalterin gilt es, sich gut einzupacken, denn ich bin jeweils schon für einige Zeit unterwegs… Frieren geht für mich gar nicht. 

Die Gegend ist menschenleer. Als ob wir irgendwo in Sibirien wohnen würden! Wo sind sie alle?! 

Wir gehen durch das Quartier bis zu unserem kleinen Wald.

Ich fühle mich schwer und kalt. Mein Mantel wärmt mich zwar schon, doch es gibt etwas in mir, das ist wie… erfroren.

Ich denke traurig darüber nach, wie mies ich mich fühle…  Da hüpft ein kleines Rotkehlchen über meinen Weg.

Sein orange-rot leuchtendes Brüstchen hebt sich deutlich vom Weiss ab. Es schaut mich an, als ob es zu mir sprechen möchte…

Das Herz unserer Erde ist warm! Es ist für uns alle da, verbinde dich mit ihm!

In diesem Moment fühle ich einen Kloss im Hals, eine Emotion, die unmittelbar aufsteigt, aus meiner Mitte. Ich nehme wahr, wie sich in meiner Brust eine warme Kraft bewegt. Mein Herz taut auf… eine Träne löst sich aus meinem Augenwinkel. Ich fühle Wärme und Dankbarkeit und ich lächle dem Vögelchen zu. 

Du hast ja so recht, das Herz unserer Erde ist warm. Es schenkt uns allen Geborgenheit und Kraft für unser Leben!

Das Rotkehlchen fliegt weg und ich gehe mit meinem Hund weiter durch den verschneiten Wald. Meine Schritte sind nun leicht und froh, mein Herz ist warm: Ich kann die Liebe wieder fühlen und gehe voller Zuversicht meinen Weg.



15.11.2019 17:50

Es lebe die Siesta

Gehörst du zu den Menschen, die das Gefühl haben, sie hätten keine Zeit für eine Mittagsruhe?

Bist du ständig gestresst und hast du das Gefühl immer leisten zu müssen? Werden deine To-do-Listen immer länger anstatt kürzer?

Heute schreibe ich über das Siesta halten: vielleicht kannst du neue Impulse finden, die es dir erlauben, einmal auszuprobieren eine Mittags-Ruhe in deinen Tag einzubauen…

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Unser Energielevel bewegt sich über den Tag wellenförmig: Phasen mit viel Energie wechseln sich ab mit jenen wo die Welle in ein tiefes Tal sinkt. Das ist völlig natürlich. Schlafforscher reden sogar von einer Tag-Schlafphase, neben der Hauptschlafphase in der Nacht.

Kennst du die Zeit, wo du geistig und körperlich am leistungsfähigsten bist? Es lohnt sich, das einmal genau zu beobachten. Bei mir ist diese Phase am Morgen zwischen 7 und 11 Uhr. Danach folgt eine kleine Absenkung, die ich mit einem 2. Frühstück nochmals überbrücken kann. Um 13 Uhr ist dann meine «Prime Time» genannt, fertig.

Spätestens dann ist es für mich Zeit etwas Warmen zu essen und dann… Siesta zu halten! Ja genau, so mache ich es seit vielen Jahren: Ich halte einen echten Mittagsschlaf…

Ich kann gut spüren, wie sich mein ganzes System genüsslich in diese Zeit der Regeneration sinken lässt.

Man spricht ja von den «Lerchen» und «Eulen»: ich gehöre zum «Lerchen»-Typ. Eine «Eule» hat ihre «Prime-Time» erst viel später am Tag, ihre Welle verläuft anders. Deshalb gibt es keine feste Regel, sondern es gilt, sich selber ehrlich zu beobachten und seine Energie wahrzunehmen. Am besten an koffein-freien Tagen...

Nach der Siesta gönne ich mir gerne eine Tasse Grüntee und verrichte erst mal einfache Routine-Tätigkeiten oder gehe mit dem Hund an die frische Luft. Danach fühle ich mich gut erholt und bin gewappnet für meine Tätigkeiten am Nachmittag.

Falls du angestellt bist, hast du vielleicht auch die Möglichkeit, nach deiner Mittagspause Dinge zu erledigen, die noch nicht deine volle Konzentration verlangen.

Es ist heute bekannt, dass sich eine Mittagsruhe positiv auf die Gedächtnisleistung auswirkt.

Eine Siesta ist natürlich auch eine super Burn-Out-Prävention. Es ist auch erwiesen, dass Mittagsschläfer weniger an Herzerkrankungen leiden und allgemein stärkere Immunkräfte haben.

Besonders für Familienfrauen mit Teilzeit-Pensum oder mit Selbstständigkeit ist es wichtig, sich diese Ruhe-Zeit zu gönnen: Ich vermute, dass wir manchmal mit uns selber strenger sein können als es ein Firmen-Boss wäre!

28.03.2019 20:19

Leise Stimme aus dem Tierreich

Gestern im Dunkeln bin ich mit meinem Hund noch am Bach entlang spaziert, da war plötzlich dieses feine Leuchten auf dem Weg vor uns: Still zusammengekauert sass eine kleine runde Kröte. Der erste Frühlingsregen hat sie wohl gerade erst aus der Winterstarre aufgeweckt. Und nun ist sie unterwegs in Richtung Wasser. ,

Gut getarnt mit der braun-grün schimmernden Haut wird sie auf dem fast gleichfarbenen Boden nicht von allen Spaziergängern wahrgenommen. Es gibt auch Menschen, die sich vor diesen friedvollen Wesen ekeln. Dabei lohnt es sich sehr, einer Kröte in die Augen zu sehen, sie leuchten nämlich wunderschön golden-farben! 

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Nachts kann ich manchmal ihr feines Flöten hören, denn mein Schlafzimmer liegt auf der Bach-Seite. Als ich ihren Ruf zum ersten Mal vernommen habe, wusste ich noch nicht, dass er von einer Kröte stammt. Seit ich das Rätsel gelöst habe, berührt mich ihre Stimme jedes Mal. 

Die Kröte lebt ihr Leben sozusagen auf der Keller-Etage des Planeten. Sie kennt die Erde, schmiegt sich mit ihrem Bauch liebevoll an sie. Ich finde, sie hat etwas sehr Weibliches an sich. Eine tiefe Kraft, die ganz unspektakulär und oftmals unentdeckt im Dunkeln schlummert. Sie tut mir gut, diese Energie. Wenn ich die kleine Kröte rufen höre, kann ich ausatmen und ruhig werden. Ganz dasein auf der Erde. Wohlige Entspannung und Zuversicht breiten sich dann in meinem Bauch und meiner Brust aus.

Ich glaube, es ist gut für die Menschheit, dass die Kröten da sind. Es wäre schön, wenn wir öfters ihrem Ruf lauschen und uns auf diese stille Kraft einstimmen würden.